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Erlaubte Kampftechniken

1. Folgende Kampftechniken dürfen im Kampf angewendet werden:
Handtechniken:
Jab - Faustschlag mit der vorderen Hand
Punch - Faustschlag mit der hinteren Hand
Hook - Haken
Backfist - Faustrückenschlag auch aus der Drehung

Fußtechniken
Frontkick - Vorwärtsfußtritt
Sidekick - Seitwärtstritt
Roundhousekick - Halbkreisfußtritt ( mit Fuß oder Schienbein)
Lowkick - Halbkreistritt mit dem Schienbein gegen den Oberschenkel von innen nach außen
Hookkick - Hakenfußtritt
Cresentkicks-  Kreisfußtritte mit Innen-/ Außen-Fußkante
Jumpkicks-  Sprungfußtritte
Axtkick - Axtfußtritt
Footsweeps - Fußfeger ausgeführt mit der Fußsohle oder Fußkante in Fußhöhe von innen und von außen

2. Hand und Fußtechniken sollten über die gesamte Kampfzeit ausgewogen angewendet werden.

3. Kämpft ein Kämpfer fast ausschließlich nur mit Handtechniken oder nur mit Fußtechniken, darf dies keine Auswirkung auf das Ergebnis der Punktrichter haben, da alle Techniken gleich bewertet werden und fehlende Techniken eigentlich nur Nachteile für diesen Kämpfer bringen und die Strategie und Kampfweise in das Aufgabengebiet des Trainers eines jeden Kämpfers fällt. Jedoch sollte eine Mindestzahl von 6 Fußtechniken in jede Runde eingebracht werden. Geschieht dies nicht sollte der Ringrichter eine Ermahnung im Wiederholungsfall eine Verwarnung aussprechen.


Erlaubte Angriffsziele


Folgende Körperpartien dürfen mit den erlaubten Kampftechniken angegriffen werden Kopf vorn und seitlich Oberkörper vorn und seitlich Oberschenkel innen und außen ( Kickboxen mit Lowkicks) Füße nur zum Fegen


Nicht erlaubte Angriffsziele, verbotene Techniken und Verhaltensweisen

Verboten sind:
1. Angriffe gegen den Hinterkopf / Genick, Kehlkopf, Rücken, Unterleib, Beine ( Kickboxen ohne Lowkicks) und Gelenke

2. Angriffe mit dem Knie, Ellenbogen, Innen- und Außenhandkantenschläge, Kopfstoß, Daumenstoß, Schulterstoß, Würfe, Tiefschlag und Nierenschlag.

3. Dem Gegner den Rücken Zudrehen, weglaufen, sich fallen lassen zu tiefes Abducken, offensichtliches Klammern, Ringkampfaktionen und blinde Techniken.

4. Festhalten am Ringseil und dabei schlagen und treten.

5. Seinen Gegner angreifen, wenn er zu Boden geht, das heißt sobald er mit Knie oder Hand den Boden berührt oder am Boden liegt.

6. Seine Gegner anzugreifen, wenn er mit einem Bein zwischen die Ringseile gerät.

7. Aktionen nach dem Stop- oder Breakkommando oder nach Rundenende.

8. Das verlassen des Ringes während des Kampfes.

9. Sprechen der Kämpfer während des Kampfes.

10. Das einfetten oder einölen des Oberkörpers ist nicht gestattet.

11. Diese Regelverstöße können, je nach Schwere des Verstoßes, zu Ermahnungen, Über Minuspunkte bis zur Disqualifikation führe.


Kampfzeit

1. Die Kampfzeit ist in den einzelnen Kampfklassen unterschiedlich:

D – Klasse = 2 X 2 Minuten
C – Klasse = 3 X 2 Minuten
B – Klasse = 5 X 2 Minuten
A – Klasse = 7 X 2 Minuten

Deutscher Titelkampf 8 X 2 Minuten
Europa Titelkampf 9 X 2 Minuten
Welt Titelkampf 10 X 2 Minuten

Die Pausenzeit beträgt einheitlich 1 Minute

2. Die Kampfzeit soll nur unterbrochen werden bei Regelverstößen, Verletzungen oder wenn die Schutzausrüstung nicht mehr in Ordnung ist

3. Bei Verletzungen darf der Kampf nur so lange unterbrochen werden, bis der Ringarzt festgestellt hat, wie schwer die Art der Verletzung ist bzw. ob der Kampf fortgeführt werden kann oder abgebrochen werden muss.

4. Eine Behandlung darf nur in den Pausen oder nach dem Kampf vorgenommen werden.

5. Die Zeit der Unterbrechung durch den Arzt sollte nicht länger wie 10 Sekunden sein.

6. Ist eine Behandlung nötig, muss der Kampf abgebrochen werden.

7. Bei Abbruch durch eine Verletzung muss vom Kampfgericht festgestellt werden: a) wer die Verletzung verursacht hat. b) Ob sie absichtlich oder unabsichtlich verursacht wurde c) Ob es sich um eine Eigenverletzung handelt.

8. Wurde die Verletzung durch eine Regelwidrigkeit verursacht sollte der Verursacher disqualifiziert werden.

9. Wurde die Verletzung durch eine erlaubte Technik hervorgerufen, oder ohne Mitwirkung des Gegners, sollte der Verletzte zum Verlierer erklärt werden.

10. Wurde die Verletzung durch beide unabsichtlich verursacht, ( z.B. durch zusammen stoßen mit den Köpfen) wird der Kampf in Runde 1 nicht gewertet ab der 2 . Runde soll derjenige zum Sieger erklärt werden der zu diesem Zeitpunkt nach Punkten in Führung liegt.


Kampfgericht

1. Das Kampfgericht besteht aus:

a) Kampfrichterobmann
b) Hauptkampfrichter
c) Ringrichter
d) 3 Punktrichter
e) Zeitnehmer
f) Listenführer
g) Sprecher
h) Ringarzt

2. Der Kampfrichterobmann übernimmt die Ausbildung für die Kampf- und Punktrichter. Er setzt Lehrgänge an / z.B. bei Regelwerksänderungen vergibt Kampf- und Punktrichterlizenzen oder zieht diese bei mangelhafter Leistung wieder ein.

3. Der Hauptkampfrichter führt die Aufsicht am Ring er teilt die Punktrichter ein, überwacht das Kampfgeschehen und kontrolliert die Bewertungen. Ihm unterstehen ebenfalls Zeitnehmer und Listenführer. Seine Anordnungen ist Folge zuleisten auch von seitens der Kämpfer und Betreuer. Bei allen Kämpfen außer bei Titelkämpfen kann der Ringrichter gleichzeitig das Amt des Hauptkampfrichters mit übernehmen. Bei Titelkämpfen muss das Amt des Hauptkampfrichters separat bestückt sein, da dieser in schwierigen Situationen ( z.B Unentschieden in einem Vakanten Titelkampf) Entscheidungshilfe geben muss.

4. Der Hauptkampfrichter hat bei Regelverstößen innerhalb und außerhalb des Ringes das Recht einzuschreiten.


Der Ringrichter

Der Ringrichter ist eine absoluter Souverän im Ring der fair und gerecht jedoch mit Verständnis für nicht absichtliche Verstöße, die gültigen Regeln interpretieren muss. Er soll dies durch eindeutiges klares Verhalten mit deutlicher Sprache und Gestik zum Ausdruck bringen. Er ist für den Kampfverlauf und die Einhaltung der Regeln verantwortlich.

1. Er hat sich vor Kampfbeginn zu überzeugen dass die Punktrichter und die Zeitnehmer auf ihren Plätzen sind.

2. Er hat sich zu überzeugen dass die Kämpfer in ordnungsgemäßer Kleidung und Schutzausrüstung sind.

3. Er hat zu kontrollieren, dass die Kleidung und Schutzausrüstung keine Metalloder Hartplastikeinlagen aufweisen und das die Kämpfer keinen Schmuck tragen.

4. Hat der Kämpfer bei dieser Kontrolle keinen Hodenschutz oder verstößt er in irgendeiner Form gegen die Vereinbarungen und Voraussetzungen so kann der Ringrichter diesen Kämpfer automatisch vom Kampf ausschließen.

5. Der Ringrichter hat das Recht alle nicht am Kampf beteiligten Personen oder den Anhang des Kämpfers aus dessen Ecke oder der gesamten Sportfläche des Innenraumes zu verweisen. Wird seinen Anordnungen nicht unverzüglich Folge geleistet so kann er den betreffenden Kämpfer vom Kampf ausschließend. Er kann den Kampf wegen Nichtachtung der Sportordnung durch seinen Anhang verlieren.

6. Der Kampf sollte vom Ringrichter mit der Aufforderung beider Kämpfer zum Shake Hands eröffnet werden.

7. Seine Kommandos lauten im allgemeinen Fight , Stopp, Break. In dem Fall , dass die Kämpfer die Trennkommandos nicht gehört haben und nicht sofort beachten soll der Kampfrichter dazwischen gehen und sie mit einem klaps auf die Schulter ermahnen seinen Kommandos zu befolgen.

8. Der Ringrichter ist dafür verantwortlich, dass der Kampf nur dann geführt oder weitergeführt wird. Wenn die Kämpfer absolut kampffähig sind. Bei Verdacht oder Anhaltspunkt einer verminderter Kampffähigkeit durch Schlageinwirkung oder Verletzung muss der Kampf entweder unterbrochen oder mit dem Anzählen begonnen werden. Hierzu zählt auch Konditionsschwäche.

9. Während des Anzählens muss sich der andere Kämpfer sofort in die neutrale Ecke begeben.

10. Bei einer Verletzung darf die Kampfzeit nur solange unterbrochen werden, bis der Ringarzt festgestellt hat wie schwer die Verletzung ist bzw. ob der Kampf sofort fortgesetzt werden kann oder abgebrochen werden muss.

11. Eine Behandlung des Verletzten ist nur in der Kampfpause oder nach dem Kampf möglich.

12. Die Zeit der Unterbrechung sollte 10 Sekunden nicht unterschreiten.

13. Ist eine sofortigen Behandlung nötig , muss der Kampf beendet werden.

14.
Bei Abbruch durch Verletzung muss vom Kampfgericht festgestellt werden, a) wer die Verletzung verursacht hat, b) ob sie absichtlich oder unabsichtlich verursacht wurde, c) ob es sich um eine Eigenverletzung handelt.

15. Wurde eine Verletzung nicht absichtlich verursacht, und der Verletzte kann den Kampf nicht sofort weiterführen, wird derjenige zum Sieger erklärt, der zu diesem Zeitpunkt nach Punkten vorne liegt. Erfolgt eine Verletzung in der ersten Runde , wird der Unverletzte zum Sieger erklärt.

16. Erfolgte die Verletzung durch einen Regelverstoß, so ist der Verursacher zu disqualifizieren.

17. Entstand Verletzung durch eigenes Verschulden, oder durch eine erlaubte Technik, ist der andere Kämpfer zu Sieger zu erklären

18. Im Falle einer Verletzung ist sofort der Ringarzt hinzuzuziehen.

19. Das An- oder Auszählen erfolgt im Sekunden takt von 1 – 10. Die Zahl 10 bedeutet gleichzeitig das Aus d.h. der Kampf ist beendet.

20. Läuft während des Anzählens die Rundezeit ab, so ist in jedem Fall über die Rundenzeit hinaus weiterzuzählen, um die Schwere eines Niederschlages oder die Schlageinwirkung festzustellen. Lediglich bei Rundenende der letzten Runde zählt der Kampfrichter nicht weiter, d.h. der Kampf wird in diesem Fall durch Punktwertung entschieden.

21. Ein Kampf sollte vom Ringrichter nur unterbrochen werden bei, a) knock out b) Verletzung c) wenn ein Kämpfer am Boden ist d) In den Ringseilen verwickelt ist e) Die Sicherheitsausrüstung nicht in Ordnung ist f) Wenn der Kämpfer, sein Betreuer oder der Ringarzt den Kampf beenden wollen.

22. Der Ringrichter hat sich ständig in der Nähe der Kämpfer zu bewegen, um ggf. einer Entscheidung durch persönliches Eingreifen und Trenne Nachdruck verleihen zu können.

23. Der Ringrichter muss darauf achten, dass der Kampf ggf. rechtzeitig abgebrochen wird. Er hat darauf zu achten das bei jedem Trennkommando bei Kampfende oder beim Verheddern in den Ringseilen sofort jede Kampfhandlung eingestellt wird. Damit unvorhergesehnen Treffer oder unzulässige Niederschläge und evtl. Verletzungen vermieden werden können, die sonst ggf. mit Minuspunkten oder Disqualifikation geahndet werden müssten, denn jeder Kämpfer kann davon ausgehen, das bei einer Unterbrechung durch den Kampfrichter, der Kampf auch wirklich ruht.

24. Der Ringrichter soll bei Regelverstößen in erster Linie ermahnen. Bei groben Verstößen soll er verwarnen und einen Minuspunkt vergeben. Bei jeder Ermahnung soll er gleichzeitig mit den Fingern die 1., 2., Ermahnung deutlich machen. Eine 3. Ermahnung gibt gleichzeitig einem Minuspunkt.

25. Ein Minuspunkt muss jedem Punktrichter deutlich mit erhobenen Finger angezeigt werden, dabei ist der betreffende Kämpfer am zu halten.

26. Wird ein Kämpfer durch eine korrekte Aktion aus dem Ring befördert, so hat der Ringrichter mit dem Anzählen zu beginnen. Ist der Kämpfer bei 8 nicht wieder im Ring und signalisiert mit erhobenen Händen seien Kampffähigkeit so muss er ausgezählt werden.

27. Verletzt sich ein Kämpfer beim Fall durch die Ringseile, so soll der Ringrichter entsprechend der Punkte 9 – 18 verfahren.

28. Nach Kampfende sammelt der Ringrichter die Wertungszettel der Punktrichter ein , stellt den Sieger fest und kontrolliert, ob von ihm gegebene Minuspunkte berücksichtigt wurden. Stellt der Ringrichter fest das ein Punktrichter den geforderten Anforderungen nicht gerecht wird, hat er dafür Sorge zu tragen das dieser ggf. ausgewechselt wird.

29. Nach der Überprüfung der Wertungszettel übergibt er diese dem Kampfgericht, das nach nochmaliger Überprüfung den Sieger ausruft.

30. Zur Siegerverkündung ruft der Ringrichter beide Kämpfer in die Ringmitte, erfasst die ihm zugewandeten Arme und hebt den Arm des Siegers in die Höhe. Danach veranlasst er die Kämpfer sich sportlich zu verabschieden.


Die vollständigen Regeln der Budo Organisation Europa sind unter diesem Link zu finden: http://www.budox.de/sahinkaya/012.htm